Wo Sprache versagt, beginnt das Bild.

Fotograf in Duisburg Michael Wieschke

Analog war der Anfang... 

Das Fotografieren habe ich vor einigen Jahren mit meinen analogen Kameras und in meiner eigenen Dunkelkammer erlernt. Die Kunst des bewussten und entschleunigten Fotografierens mit dieser alten Technik hat mich gelehrt, den Bildaufbau sorgfältig zu planen, mich intensiv mit Licht und Schatten auseinanderzusetzen und genauer hinzuschauen. Schließlich war Filmmaterial teuer und jeder Fehler kostete zudem Zeit.

Dieser Aufwand hat sich bis heute gelohnt, denn echte Abzüge aus der Dunkelkammer besitzen eine längere Haltbarkeit und vermitteln einen größeren Wert, besonders wenn sie sorgfältig kaschiert sind.

Natürlich arbeite ich auch mit digitalen Kameras. Die Kenntnisse und die ästhetische Prägung, die ich durch die analoge Fotografie erlangt habe, prägen auch meine digitale Arbeit.

Ob nun digital oder analog, am Ende steht das Malen mit Licht.

In der Dunkelkammer

Das "Malen mit Licht" erreichte seinen Höhepunkt in der Dunkelkammer, wenn das Negativ auf dem Fotopapier belichtet wurde - ganz auf klassische Art und Weise, wie es früher üblich war.

Jeder kennt aus Kinofilmen diesen magischen Moment, in dem das Bild in der Entwicklerschale langsam zum Vorschein kommt. 

Die Empfindungen, die der Fotograf in diesem Augenblick durchlebt, sind kaum in Worte zu fassen. Es gibt so viele Faktoren in der gesamten Prozesskette, von der ersten Idee bis zum fertigen Bild, dass es beinahe wie Zauberei wirkt.

 Und wenn das Ergebnis dann auch noch perfekt ist...

Die Anfänge 

Alles begann mit einer gebrauchten Analogkamera im Kleinbildformat, die ich zu einem günstigen Preis auf Ebay erstanden hatte.

Die Canon EOS war meine treue Begleiterin auf meinem ersten Sommerurlaub. Als ich die ersten entwickelten Filme in den Händen hielt und die Erinnerungen an diese wundervolle Zeit vor mir sah, gewannen die Bilder plötzlich eine völlig neue Bedeutung für mich. 

Es war ein Bruch mit der Welt der digitalen Handy-Aufnahmen. Nun konnte ich die Fotos direkt berühren und in mein Album kleben. Dieser greifbare Aspekt verlieh ihnen eine ganz besondere Wertigkeit. 

Schnell folgten daraufhin die nächste Kamera, das nächste Objektiv, der nächste Film...

Die Kameras

Auf meinen analogen Abenteuern begleitete mich stets eine alte Mamiya aus dem Jahr 1982. Diese zuverlässige Mittelformat-Kamera mit Lichtschachtsucher war einfach perfekt für meine Ansprüche - zumindest, wenn man sich einmal an das Gewicht von knapp 2 Kilogramm gewöhnt hatte.

Für Portraitfotos griff ich gerne zur großen Studiokamera, einer Sinar F2. Die Sicht auf die Mattscheibe war einfach beeindruckend.

Und jetzt? 

Schnappt euch die alte Kamera eurer Eltern, schaut auf Ebay, fragt im Freundeskreis. Die erste Analoge muss gar nicht viel kosten.


Und die Bildideen kommen von ganz alleine!

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